Das Klicken der Tür war lauter, als Lena erwartet hatte. Es schnitt durch die Stille ihres Zimmers, ein kleines, endgültiges Geräusch, das den Raum schloss und sie beide darin einschloss. Die mit dem Hoodie stand noch immer im Türrahmen, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, und sah sich um.
Lena sah das Zimmer mit ihren Augen. Das Bett, ungemacht, die Decke zur Seite geschoben. Die Bücher auf dem Schreibtisch, ein Stapel Kunstgeschichte, darüber ein Notizbuch mit eingerollten Ecken. Das Fenster, durch das der frühe Abend fiel, graues Licht auf dem Parkett. Es war ihr Zimmer, ihr ganz normales Zimmer, und plötzlich kam es ihr fremd vor, als wäre sie selbst eine Besucherin hier.
Die mit dem Hoodie drehte den Kopf langsam, und ihr Blick blieb am Bett hängen. Sie sagte nichts. Sie stand nur da, die Hände in den Taschen, und sah das Bett an, als würde sie etwas darin lesen, das Lena nicht sehen konnte.
„Es ist klein", sagte Lena. Ihre Stimme klang dünner, als sie wollte. „Mein Zimmer. Ich meine – ich teile es nicht, aber es ist klein."
Die mit dem Hoodie wandte den Blick vom Bett. Unter der Kapuze waren ihre Augen dunkel, und in ihnen lag dieses halbe Lächeln, das kein Lächeln war, nur eine Bewegung der Aufmerksamkeit. „Ich weiß, wie kleine Zimmer sind", sagte sie. „Ich habe in kleineren gewohnt."
Lena wusste nichts über sie. Nicht ihren Namen, nicht woher sie kam, nicht ob sie ein Zuhause hatte oder nur die Bühne und den Club. Sie wusste nur den Geschmack von Feige und Haut, die Zunge zwischen ihren Beinen, die Art, wie die Frau „gut" sagte, als wäre es ein Geschenk. Und jetzt stand diese Frau in ihrem Zimmer und sah ihr Bett an.
„Willst du etwas trinken?", fragte Lena. „Ich habe – ich glaube, ich habe noch Tee. Oder Wasser."
„Ich will nichts trinken."
Die Worte fielen einfach, ohne Schärfe, und Lena nickte, obwohl sie nicht wusste, was sie mit ihnen anfangen sollte. Sie stand da, die Arme um sich geschlungen, und spürte, wie das Schweigen zwischen ihnen wuchs, ein Raum, der gefüllt werden wollte, von ihr.
„Ich weiß nicht, wie das hier geht", sagte sie leise. „Ich meine – im Club weiß ich, was ich tun soll. Du sagst es mir. Oder Viktor. Aber hier –" Sie machte eine vage Geste, die das Zimmer, das Bett, alles umfassen sollte. „Hier weiß ich es nicht."
Die mit dem Hoodie nahm die Hände aus den Taschen. Sie kam einen Schritt näher, dann noch einen, und blieb vor Lena stehen, so nah, dass Lena den Geruch von ihr wahrnahm – Seife, und darunter etwas Warmes, Haut, das Parfüm des Clubs, das noch an ihr hing. „Du musst nichts wissen", sagte sie. „Du musst nur sagen, was du willst."
Lena sah zu ihr auf. Unter der Kapuze war das Gesicht der Frau im Halbdunkel, die Linien weich, der Mund entspannt. Sie sah nicht aus wie auf der Bühne. Sie sah aus wie jemand, der gewartet hat.
„Ich will –" Lena stockte. Die Worte lagen ihr auf der Zunge, schwer und heiß, und sie wusste nicht, wie sie sie herausbekommen sollte. Sie hatte im Club Dinge gesagt, die sie nie für möglich gehalten hätte. Sie hatte geschrien, hatte gebeten, hatte einen Namen gesagt, den sie nicht kannte. Aber hier, in ihrem Zimmer, mit dem grauen Abendlicht auf dem Parkett, war es anders.
„Sag es", sagte die mit dem Hoodie. Keine Eile in der Stimme. Nur ein Warten, das Geduld hatte.
Lena hob die Hände. Sie zitterten leicht, und sie hasste es, dass sie zitterten, aber sie ließ sie nicht sinken. Ihre Finger fanden den Saum des Hoodies, den Stoff, der sich weich und schwer anfühlte, und sie zog ihn hoch. Langsam. So langsam, dass sie jede Faser spürte, die sich vom Körper der Frau löste, jeden Zentimeter Haut, der darunter zum Vorschein kam.
Die mit dem Hoodie ließ es geschehen. Sie stand still, die Arme locker an den Seiten, und sah Lena an, während der Stoff höher stieg. Erst die Hüfte, eine schmale Linie aus blasser Haut. Dann der Bauch, flach, mit einer leichten Wölbung darunter. Dann der Ansatz der Brüste, und Lena stockte, ihre Finger zitterten stärker, und sie sah auf.
Ihre Blicke trafen sich. In den Augen der Frau war nichts von Ungeduld, nichts von Drängen. Nur dieses Warten, das Lena durchdrang, bis sie die Worte fühlte, die sie nicht mehr zurückhalten konnte.
„Ich will es auch spüren", flüsterte Lena. „Ich will – ich will wissen, wie es ist. Dich zu spüren. Mich an dir."
Die mit dem Hoodie sagte nichts. Sie hob selbst die Hände, langsam, und schob den Stoff des Hoodies über den Kopf. Darunter war sie nackt, keine Körperschaft darunter, nur Haut und die leichten Narben, die Lena aus dem Club kannte, die Linie über der Rippe, der kleine Fleck an der Schulter. Sie ließ den Hoodie fallen, und er landete leise auf dem Boden.
Lena konnte nicht aufhören, sie anzusehen. Sie hatte sie nackt gesehen, im Club, auf der Bühne, unter den Händen der Männer. Aber hier, in ihrem Zimmer, im grauen Licht, war sie nur eine Frau. Eine Frau mit Brüsten, die weich aussahen, mit einer Haut, die im Dämmerlicht schimmerte, mit einem Körper, der nicht für die Bühne gemacht war, sondern für das, was jetzt geschah.
„Komm", sagte die mit dem Hoodie, und ihre Stimme war leiser geworden, rauer. Sie ging zum Bett, drehte sich um und setzte sich auf die Kante, die Matratze gab unter ihr nach. Sie sah Lena an, und in ihren Augen war etwas, das wie eine Frage aussah, aber auch wie eine Einladung.
Lena trat näher. Ihre Beine trugen sie, obwohl sie nicht wusste, wie. Sie stand vor der Frau, die auf ihrem Bett saß, und sah auf sie hinunter, auf das Gesicht, das jetzt im Gegenlicht des Fensters lag, auf die Schultern, auf die Brüste, auf die Hände, die auf den Oberschenkeln lagen, ruhig, wartend.
„Ich weiß nicht, wie", sagte Lena. „Ich meine – ich habe es noch nie gemacht. Mit einer Frau. So."
„Ich weiß", sagte die mit dem Hoodie. „Du musst nichts können. Du musst nur fühlen."
Lena nickte, obwohl ihr Herz so laut schlug, dass sie dachte, die Frau müsse es hören. Sie setzte sich neben sie auf die Bettkante, dann legte sie sich zurück, langsam, die Matratze unter ihrem Rücken, die Decke zerknittert unter ihren Schultern. Sie sah zur Decke, zu dem Riss im Putz, den sie nie bemerkt hatte, und dann spürte sie die Hände der Frau auf ihren Oberschenkeln.
Sie sah auf. Die mit dem Hoodie war über sie gebeugt, eine Hand auf jedem Knie, und schob ihre Beine auseinander, langsam, ohne Eile. Lenas Schenkel öffneten sich, und sie spürte die kühle Luft an ihrer Haut, die Feuchtigkeit, die sie schon den ganzen Weg vom Club begleitet hatte, die jetzt zwischen ihren Beinen pulsierte.
„Du bist nass", sagte die mit dem Hoodie. Keine Frage. Eine Feststellung, die wie eine Berührung war.
Lena schloss die Augen. „Ja."
„Sieh mich an."
Lena öffnete die Augen. Die Frau sah sie an, das Gesicht nah über ihrem, der Atem warm auf ihrer Haut, und dann senkte sie sich herab, langsam, das Gewicht des Körpers über Lena, die Knie auf beiden Seiten ihrer Hüften, die Hände, die ihre Oberschenkel weiter öffneten, bis ihre Münder aufeinandertrafen.
Lena spürte die Hitze zuerst. Die feuchte, brennende Wärme der Frau zwischen ihren Beinen, die sich gegen ihre eigene presste, und sie keuchte auf, die Hände gruben sich in die Schultern der Frau, die Nägel in die Haut. Die mit dem Hoodie bewegte sich, ein erstes, zögerndes Reiben, ein Kreisen der Hüften, das Lenas Muschi gegen ihre eigene presste, und Lena spürte, wie ihr Körper darauf reagierte, wie die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen heißer wurde, wie ihr Becken sich hob, um mehr zu bekommen.
„Oh", sagte Lena. Es war alles, was herauskam, ein Laut, der nicht wie ein Wort klang, sondern wie ein Atemzug, der zu lange angehalten wurde.
Die mit dem Hoodie bewegte sich über ihr, langsam, das Reiben wurde intensiver, die feuchte Hitze der beiden Muschis, die aneinander pressten, glitt, ein nasses, schmatzendes Geräusch, das den Raum füllte. Lena spürte ihre eigene Klitoris, hart und geschwollen, gegen die der Frau, und jeder Zentimeter Bewegung sandte Schauer durch ihren Körper, die ihre Hüften beben ließen.
„So", sagte die mit dem Hoodie, die Stimme rau, das Gesicht nah an Lenas Ohr. „Fühlst du es? Fühlst du mich?"
„Ja", keuchte Lena. „Ja, ich – ich fühle dich. Du bist so –" Sie konnte den Satz nicht beenden, weil die Frau sich bewegte, das Reiben intensiver wurde, ihre Klitoris genau gegen Lenas presste, und Lena keuchte auf, der Kopf fiel zurück, die Hände gruben sich in die Haare der Frau.
„Ich will dich kommen hören", sagte die mit dem Hoodie. „Ich will wissen, wie du klingst, wenn du kommst. Nicht auf der Bühne. Hier."
Lena konnte nicht antworten. Sie konnte nur noch fühlen, wie die Hitze in ihr stieg, wie ihr Becken sich gegen die Frau presste, wie die Nässe zwischen ihren Beinen über ihre Schenkel lief, wie die Klitoris der Frau gegen ihre rieb, ein Rhythmus, der sich aufbaute, der sie höher trug, der sie an den Rand brachte, bis sie dachte, sie würde zerspringen.
„Ich bin –", begann sie, aber die Worte gingen in einem Keuchen unter, als die Frau das Tempo erhöhte, das Reiben schneller, härter, die feuchte Hitze, die sie verschlang, und Lena spürte, wie der Höhepunkt sie überrollte, eine Welle, die in ihr aufstieg, die sie mitriss, die ihren Körper durchschüttelte, bis sie den Namen der Frau rief, den sie nicht kannte, einen Laut, der wie ein Schrei war und wie ein Gebet.
Der Laut brach aus ihr heraus, ein Schrei, der nicht aufhören wollte, der durch den Raum schnitt und an den Wänden abprallte, bis er zu einem Keuchen wurde, zu einem Zittern, das ihren ganzen Körper erfasste. Ihre Hände hatten sich in die Haare der Frau gekrallt, in das dunkle, feuchte Haar, und sie konnte nicht loslassen, konnte nicht einmal atmen, während die Wellen durch sie hindurchliefen, eine nach der anderen, jede schwächer, aber keine ganz endend.
Über ihr bewegte sich die mit dem Hoodie noch immer, aber langsamer jetzt, das Reiben weicher, ein Kreisen der Hüften, das Lenas empfindliche Klitoris streichelte, statt zu pressen. Lena spürte, wie die Frau sie trug, wie sie das Tempo drosselte, ohne ganz anzuhalten, wie sie ihr Zeit gab, zurückzukommen, aus dem Strudel aufzutauchen.
„Da bist du", sagte die mit dem Hoodie. Ihre Stimme war anders jetzt, tiefer, mit einem Schmelz darin, den Lena nicht kannte. „Da bist du ja wieder."
Lena öffnete die Augen, ohne zu merken, dass sie sie geschlossen hatte. Das Zimmer schwamm, die Konturen weich, das graue Abendlicht wie unter Wasser. Über ihr das Gesicht der Frau, die Wangen gerötet, der Mund leicht geöffnet, die Augen dunkel und weit. Sie sah aus, als hätte sie etwas gesehen, das sie behalten wollte.
„Ich –", begann Lena, aber ihre Stimme brach. Sie schluckte, schmeckte Salz und Hitze. „Ich habe – ich habe deinen Namen nicht gewusst. Ich habe –" Sie wusste nicht, was sie sagen wollte. Dass sie geschrien hatte. Dass sie einen Namen gerufen hatte, den sie nicht kannte. Dass sie sich noch nie so gehört hatte, nicht einmal im Club, nicht einmal auf der Bühne, wenn Viktor sie ansah.
„Du hast 'Komm' gesagt", sagte die mit dem Hoodie. Ein kleines Lächeln, das keine Belustigung war, eher etwas Zärtliches. „Du hast gesagt, ich soll kommen. Als wärst du es gewesen, die mich gerufen hat."
Lena spürte, wie die Hitze in ihr Gesicht stieg, die Scham, die sich mit dem Nachbeben vermischte. „Ich weiß nicht, was ich gesagt habe."
„Ich schon." Die mit dem Hoodie beugte sich herab, und ihre Stirn legte sich gegen Lenas, ein leichter Druck, die Nasen fast aneinander. „Du hast gesagt, ich soll kommen. Und ich wollte. Ich wollte so sehr, dass ich –" Sie brach ab, und ihr Atem ging schneller, ein Zittern, das Lena unter sich spürte, in den Schenkeln, die sie umschlossen.
Lena sah sie an, aus dieser Nähe, in der die Gesichter verschwammen. Sie sah die kleinen Falten um die Augen, den feuchten Glanz auf der Oberlippe, die Art, wie die Pupillen weit waren und das Licht schluckten. Und sie spürte, wie die Frau über ihr noch immer bewegte, dieses leise Kreisen, das nicht aufhören wollte, das Lenas eigene Klitoris streifte, obwohl sie dachte, sie könne nichts mehr spüren.
„Du bist noch nicht fertig", sagte Lena. Es war keine Frage. Sie wusste es, spürte es an der Spannung in den Schenkeln der Frau, an der Feuchtigkeit, die zwischen ihnen noch immer glitt, heißer als ihre eigene.
Die mit dem Hoodie lachte leise, ein Laut, der in der Kehle stecken blieb. „Nein."
„Dann –" Lena stockte. Die Worte fühlten sich fremd an in ihrem Mund, aber sie wollte sie sagen, wollte wissen, wie sie klangen. „Dann komm. Jetzt. Auf mir."
Die Frau sah sie an, und in ihren Augen war etwas, das wie Überraschung aussah, wie ein Aufblitzen, das Lena nicht deuten konnte. Dann senkte sie die Hüften, langsam, und presste ihre feuchte Muschi wieder gegen Lenas, ein tiefes, volles Reiben, das Lenas Körper aufschrecken ließ, obwohl er eben noch erschöpft gewesen war.
„Sieh mich an", sagte die mit dem Hoodie. „Sieh mich an, wenn ich komme."
Lena sah sie an. Sie sah, wie das Gesicht der Frau sich veränderte, wie die Züge weicher wurden, wie der Mund sich öffnete, wie die Augen sie suchten und fanden und nicht mehr losließen. Sie spürte, wie das Reiben schneller wurde, härter, wie die Frau über ihr stöhnte, ein Laut, der tief aus der Brust kam, und wie die Feuchtigkeit zwischen ihnen heißer wurde, wie die Frau zu zittern begann, ein Beben, das durch Lenas ganze Körper fuhr.
„Ja", keuchte die mit dem Hoodie. „Ja, ich –" Ihre Stimme brach, und ihr Becken presste sich gegen Lenas, ein letztes, tiefes Reiben, und dann kam sie, mit einem Laut, der wie ein Schluchzen war, wie ein Name, den sie rief, ein Zittern, das ihren ganzen Körper erfasste, das sie über Lena zusammenfallen ließ, schwer und warm, das Gesicht an Lenas Hals gedrückt.
Lena hielt sie. Ihre Arme schlangen sich um den nackten Rücken der Frau, um die Schultern, die sich hoben und senkten, um den Körper, der gegen ihren bebte, und sie spürte, wie die Frau sich an sie klammerte, wie ihre Hände sich in Lenas Pullover gruben, wie ihr Atem heiß an Lenas Haut lag, stoßweise, unkontrolliert.
„Ich hab dich", flüsterte Lena. Die Worte kamen einfach, ohne dass sie sie dachte. „Ich hab dich."
Die mit dem Hoodie sagte nichts. Sie lag nur da, auf Lena, schwer und warm, und ihre Zitterwellen ebbten langsam ab, wie das Wasser, das sich nach einem Sturm beruhigt. Lenas Hand strich über ihren Rücken, über die Wirbelsäule, über die Linie der Narbe an der Rippe, und sie spürte, wie die Frau sich unter ihrer Berührung entspannte, wie der Atem ruhiger wurde, wie die Spannung aus den Schultern wich.
Der Raum war still. Nur ihr Atem war zu hören, der sich langsam anglich, und das ferne Geräusch der Stadt draußen, ein Auto, ein Vogel, das Summen der Nachbarschaft, das Lena sonst nie bemerkte. Das graue Licht war dunkler geworden, der Abend dichter, und Lena lag da, mit der Frau auf sich, und spürte, wie ihr eigenes Zittern dem der anderen glich, wie ihre Körper noch immer verbunden waren, feucht und warm, dort, wo sie sich berührt hatten.
„Ich wusste nicht", sagte Lena leise, „dass es so ist. Dass es so –" Sie suchte nach dem Wort, fand es nicht, ließ es los. „Dass es so viel ist."
Die mit dem Hoodie hob den Kopf. Ihr Gesicht war nah, die Wangen gerötet, die Augen noch dunkel, aber weicher jetzt, müde. Sie sah Lena an, lange, und dann sagte sie: „Es ist immer so viel. Wenn es echt ist." Sie hielt inne, und ihre Hand fand Lenas, legte sich darüber, die Finger verschränkten sich. „Und das hier ist echt."

